Klimawandel schlägt zu

Schon wieder: Starkregen in Heitersheim

Klimawandel überholt Politik

Am 23.06.2021 17:30 Uhr entlud sich nach 5 Jahren wieder eine Gewitterzelle über Heitersheim – mit mehr als 40 Liter pro Quadratmeter Niederschlag in kurzer Zeit. Die Feuerwehr war mit 70 Einsatzkräften wieder im Grosseinsatz. Mehr als 40 Keller sind vollgelaufen, einige 100’000,-€ Schaden zu erwarten.

Das zweite Starkregenereignis innerhalb von 5 Jahren traf Heitersheim am 23.06.2021 wieder unvorbereitet. Es war kurz aber heftig: Regen, Hagel, Blitz und Donner, Wind aus allen Richtungen. Sturzbäche liefen über Strassen und Felder talabwärts und fluteten etliche Keller.

Auch die Badische Zeitung berichtete: ICE pflügt durchs Wasser – Überflutungen im Markgräflerland (veröffentlicht am Do, 24. Juni 2021 um 13:03 Uhr auf badische-zeitung.de)

Schutz vor Regenfluten?

Schon am 19.06.2019 haben wir den Antrag „Schutz vor Regenfluten“ gestellt. Erst in der Gemeinderatssitzung vom 24.09.2019 wurde der Antrag zur Erstellung eines Starkregenrisikomanagement-Konzepts behandelt. Zum Missfallen der damaligen Stadtverwaltung wurde der Antrag zwar genehmigt und dann nach weiteren 10 Monaten im Juli 2020 der Auftrag erteilt. Seither haben wir nichts mehr davon gehört: Ist denn etwas passiert? Wenn ja, was?

Haben wir noch Zeit und handeln?

Wann nehmen wir auch in unserer Kommune den Klimaschutz ernst? Wann leisten wir unseren Beitrag zur Reduktion der Klimaerwärmung? Mit allem, was wir lokal beitragen können: mit nachhaltiger Baupolitik und einer nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätswende, die unseren Wohlstand auch für die Zukunft erhält. Mit mehr Flächen für nachhaltige Energieerzeugung.

Oder stecken wir den Kopf in den Sand?

Was gestern richtig war, kann doch heute nicht falsch sein – oder? Weiter so, wie bisher: verharren wir in althergebrachtem Denken und verstehen unter Klimaschutz nur einen Marketinggag und ansonsten – NIMBY (not in my backyard) – bitte überall nur nicht bei mir?

Es ist unsere Entscheidung!

Artikelbild via Twitter von © @FreiburgerJungs